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Baubericht aus Cape Coral: Tipps und Erfahrungen

ArchitektFebruar 2016

Wie schon erwähnt haben wir uns ein wirkliches Custom Home gewünscht und nicht nur ein Haus, welches auf einem etwas abgeänderten vorhandenen Floorplan (Grundriss) basiert. Geschuldet ist das zwei Tatsachen: Zum einen haben wir ein nicht so häufig vorkommendes Pie Shaped Lot (Kuchenform), zum anderen benötigen wir zwei Büros statt Schlafzimmer und alle regelmäßig benutzten Räume sollten mit Blick auf das Wasser angeordnet sein. 

Heute wissen wir, dass wir die Sache falsch angepackt haben. Bauinteressenten, die ein ganz normales Haus auf einem ganz normalen Grundstück bauen möchten, werden auf alle Fälle fündig in dem unzähligen Angebot an Grundrissen, die es auf dem Markt gibt. Man kann diese geringfügig verändern, Wände verschieben oder weglassen – alles kein Problem. Wenn man aber so wie wir eben nicht fündig wird, ist es richtig schwer.

Nach all den Home Model-Besichtigungen hatten wir neue Erfahrungen gesammelt, die wir unbedingt in unseren Floorplan einarbeiten wollten. Die größte Veränderung waren die Sliding-Glas-Doors (Schiebetüren) in Wohn-/Esszimmer und Küche. Wir wollten den genialen Blick auf den Kanal von diesen Räumen aus erleben – quasi beim Kochen über die Negative-Edge des Pools direkt auf das Wasser des Kanals gucken.

first FloorplanWir kaufen uns ein Architektur CAD-Programm

Nun hatten wir aber schon einen Grundriss, der noch einmal umgezeichnet werden musste. Weil der Architekt unseres Builders aber schon beim ersten Mal keine Eigeninitiative zeigte, haben wir nun die Dinge selbst in die Hand genommen und ein Architektur-CAD-Programm für den Hausgebrauch gekauft. Ursprünglich wollten wir das gar nicht, weil wir eigentlich auf die Vorschläge des Architekten gespannt waren. Als dieser sich aber noch nicht einmal auf dem Grundstück treffen wollte, haben wir diese Hoffnung aufgegeben. Schon als wir den ersten Grundriss mit ihm erstellt hatten, auf dessen Basis ein Angebot erstellt werden sollte, hatte er unsere ursprünglich amateurhafte Zeichnung einfach nur übernommen, dabei hatten wir ihn eigentlich darum gebeten, unsere Vorstellungen an unser Lot anzupassen.

Mit dem CAD Programm waren wir nun in der Lage, auch die Räume einzurichten und durch sie hindurchzuschreiten. Über die zahlreichen Stunden, die für das Erlernen des Programmes nötig waren und seine umständliche Bedienung, sollte man besser nicht nachdenken. Egal eines Tages war der Grundriss fertig und wir mit unserer Leistung vollumfänglich zufrieden. Der Architekt arbeitete die gewünschten Änderungen ein und zeichnete nach unserer Freigabe die kompletten Werkpläne, die anschließend bei der Stadt eingereicht wurden.

Voila und so sieht nun unser Grundriss aus:

final Floorplan

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