Florida Travelguide

Infos zum Erwerb von Eigenheim oder Ferienhaus in Florida

colorsession21Nächster wichtiger Punkt ist die Entrydoor (Eingangstür). Fährt man durch die Villengegend von Cape Coral sieht man entweder Schnörkeltüren aller Art oder in den modernen Häusern weiße Glastüren mit Rahmen – und zwar immer dieselben und meist aus Holz. Mit Schnörkeltüren sind die verschiedenen Arten von Moulding (Profilen) gemeint.

Unser Builder hatte nur Schnörkeltüren aller Art im Angebot – zumindest meinten wir das, weil er uns eine entsprechende Kopie übergab, auf der wir eine Tür aussuchen sollten. Wieder waren wir ratlos und recherchierten rastlos im Internet. Dort fanden wir eine Webseite, auf der es moderne, europäisch anmutenden Eingangs- und Innentüren gab. Super dachten wir, und suchten uns etwas Schönes aus. Leider wurden wir schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt, weil die Auserwählte nicht den floridianischen Codes (Bauvorschriften) entspricht.

colorsession23Man kann sich’s auch schwermachen, wenn es eigentlich total einfach geht: Wir suchten weiter und weiter und ergaben uns schließlich unserem Schicksal, indem wir die weiße Glastür wählten, die alle anderen modernen Häuser auch haben. Dann ergab es sich in einem Gespräch mit dem Builder, dass wir den Anbieter erfuhren, über den er Türen, Fenster, Dächer und sonstige Bauelemente bestellte. Kommunikation ist manchmal, wenn man aneinander vorbeiredet. Hätte er uns vorher auf diese Firma hingewiesen, hätten wir uns viele Stunden Zeit erspart. Bei ABC Supply gibt es jedenfalls alle Türen, die das Herz begehrt, in Holz, in Fiberglas, in Metall, mit kleinen und großen Gläsern, verziert oder klar und anmalbar in allen erdenklichen Farben. Wir fanden dort eine schöne Tür, die später in Adriatic Sea Blue angemalt wird, weil wir für die Außenfarbe Spa-türkis gewählt haben. Garage, Eingang und Bad werden zudem mit Panel Ledger (Verblendung) versehen. Das Ganze ergibt ein schönes karibisches Outfit.

Türkisfarbenes Glas geht nicht

colorsession22Bei den Fenstern wussten wir anfangs nur, dass es PGT Fenster sein sollten, weil die einfach qualitativ die besten sein sollen. Da wir aber unsicher in Glasfarbe und Rahmen waren, fuhren wir zu einem Fensteranbieter. Es ist hier ein bisschen wie in Deutschland auch, wenn man sich Bauelemente anschauen möchte, wollen die Anbieter mit Showroom immer wissen, wer der Bauunternehmer ist. Denn warum sollen sie einen beraten, wenn später gar nicht über sie bestellt wird. Daher fühlten wir uns in solchen Büros nicht so willkommen, aber irgendwoher mussten wir doch unsere Informationen erhalten. Sicher gibt es heutzutage viele Infos auf Webseiten oft auch mit Konfiguratoren. Aber ob man besser Aluminium- oder Kunststoffrahmen nimmt, dass Glasfarben eigentlich bei diesen Fenstern gar nicht mehr wählbar sind und welche Führungen die robustesten sind, das erfährt man erst beim Spezialisten. Wir entschieden uns also für die Alurahmen, weil die Rahmen kleiner sind, damit das Glas größer und die Sicht besser ist.

Die Fenster in Florida haben in den letzten Jahren einen wahren Aufwärtstrend an Vorschriften über sich ergehen lassen müssen. Baut man heute in Florida und möchte keine Shutter verwenden, wenn der Hurricane kommt, muss man sogenannte impact windows (aufprallsichere Fenster) einbauen. Je nachdem, in welcher Region man sich befindet, müssen diese Windgeschwindigkeiten von derzeit in Cape Coral 160 mi/h (rund 260 km/h) aushalten. Dazu kommt, dass das Gebäude eine gewisse Energiebilanz einhalten muss. Also empfiehlt es sich das sogenannte low-e-glass (energieeffizientes Glas) zu verwenden.

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Der Architekt und unser Grundriss