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Baubericht aus Cape Coral: Tipps und Erfahrungen

trockenbau1Florido Bauarbeiter klein18. Oktober 2016

Nach dem der Wandaufbau mit den Gipskartonplatten abgeschlossen ist, werden die Stöße und Zwischenräume verschlossen. Dazu legen sich die Gipser Stelzen an, damit sie bei den hohen Wänden nicht ständig die Leiter rauf und runter klettern müssen und sich flexibel durch die Räume bewegen können. Innerhalb weniger Tage mutet das Haus dann auch schon recht wohnlich an.

drywall2c12. Oktober 2016

Nach der Isolierung beginnt nun der Trockenbau. Gipskartonplatten werden geschnitten und ausgeschnitten. Sie machen nach und nach einen Raum aus dem einstigen Grundriss. Dieser Wandaufbau hat einiges für sich: Es lassen sich ganz leicht Kabel, wohin auch immer ziehen, Bilder aufhängen oder in alten Gebäuden Wände versetzen.

insolation1Florido Bauarbeiter klein8. Oktober 2016

Auf unserer Frage, was denn zwischen die Hölzer kommt, die die Wände darstellen, schaute uns unser Builder etwas verwundert an: „Nichts. Die Wände werden hohl verschlossen, sieht man doch nicht mehr“. OK gut und was ist mit der Geräuschkulisse aus den benachbarten Räumen? 

Septic1Florido Bauarbeiter klein1. Oktober 2016

Vor dem Haus wird nun die Septic-Anlage erstellt. Diese wird für die nächsten Jahre unser Abwasser reinigen und wieder Mutter Natur zurückführen. Zahllose Mikrobakterien spielen hier Heinzelmännchen und zersetzen die Schmutzpartikel. Zunächst wollten wir niemals in dieser Gegend ein Haus bauen, weil wir unbedingt an das Stadtwasser angeschlossen sein wollten.

Florido Bauarbeiter klein13. September 2016

Unser Haus wird im Nordwesten von Cape Coral gebaut und dort gibt es noch kein Stadtwasser. Also wird unsere Hauswasserversorgung über ein sogenanntes Well- and Septicsystem zur Verfügung gestellt. Dazu braucht es erstmal den Brunnen (Well), der heute gebohrt wird:

sanität0Florido Bauarbeiter klein10. September 2016

Die Klemptner waren mit unseren Ansprüchen leicht überfordert. So ein deutsches Wandkloset haben sie noch nie angebaut und wollten es auch nicht lernen. Also hat unser Builder es selbst in die Hand genommen. Auch er hat es noch nie und damit gleich falsch gemacht. Doch dazu später mehr im Baubericht.

Elektrik04. September 2016

Die deutschen Installateure würden es sicher begrüßen, wenn sie auf das mühevolle Schlitzen der Wände verzichten könnten. Hier in Amerika ist es so einfach, jede Art von Rohren oder Leitungen zu verlegen. Sie werden einfach in die Holzständer von Wänden und Dach angebracht. Die drei Gewerke Sanitär, Klima und Elektrik arbeiten nun gleichzeitig und es geht richtig was voran am Bau.

Elektrik1026. August 2016

Weil wir es etwas unvernünftig und verschwenderisch finden, das ganze Haus auf eine Temperatur herunter zu kühlen, hatten wir schon in der ersten Planungsphase bei verschiedenen Hausbauunternehmen angefragt, ob und wenn ja wie es möglich ist, wenigstens eine Zwei-Zonen-Kühlung hinzubekommen. Hier gingen die Meinungen auseinander.

fenster1August bis September 2016

Wir befinden uns im größten Bauabschnitt, der mit der sogenannten „Frame Rough“-Inspektion endet. Gemeint sind damit alle Holzarbeiten wie Dachstuhl und Wände sowie die damit verbundenen Einbauten wie Fenster und Türen und Sanitär. Nicht dazu gehört der Einbau der sogenannten Sliding Glass Doors (Schiebetüren in den Terassenbereich). Die dürfen sogar erst nach der Inspektion eingebaut werden.

Florido Bauarbeiter veraergertSommer 2017

Vielleicht haben sich manche gefragt, warum es in unserem Baubericht nicht weitergeht. Die Antwort ist einfach: zu viel Ärger mit unserem Bauunternehmer, kein Spaß mehr am Hausbau und auch ein bisschen Angst, wie das Ganze wohl enden wird in einem fremden Land mit fremder Mentalität. Inzwischen sind wir in unser Haus eingezogen