Mullet – Floridas springender Küstenfisch

Fischart Mullet
Mullet aus der Gattung der Meeräschen

Der Mullet gehört zu den bekanntesten Fischen Floridas und begegnen Anglern, Bootsfahrern und Urlaubern fast überall entlang der Küste. Besonders in Kanälen, Häfen, Mangroven oder an Stränden ziehen die silbrig glänzenden Schwärme oft vorbei. Für viele Raubfische wie Snook, Tarpon, Redfish oder Jack Crevalle zählen Mullets zur absoluten Lieblingsbeute. Deshalb spielen sie auch beim Angeln eine wichtige Rolle.

Mullet – Das Wichtigste in Kürze

Vorkommen & Top-Spots in Florida

Mullets kommen praktisch entlang der gesamten Küste Floridas vor. Besonders häufig sieht man sie in Kanälen, Mangroven, Flussmündungen, Häfen und an Stränden. Gute Beobachtungsorte sind Cape Coral, Tampa Bay, die Ten Thousand Islands, Sarasota sowie die Atlantikküste rund um Jupiter und Sebastian Inlet.

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Mullets sind ganzjährig in Florida anzutreffen. Besonders spektakulär ist jedoch der sogenannte „Mullet Run“ im Herbst zwischen September und November, wenn riesige Schwärme entlang der Küste ziehen und zahlreiche Raubfische anlocken.

Angelmethoden & Voraussetzungen

  • Methode: Wurfnetz (Cast Net), leichte Spinnruten oder einfache Posenmontagen mit kleinen Haken und Brot, Teig oder Naturködern
  • Köder: Brot, Teig oder kleine Naturköder funktionieren teilweise gut
  • Technik: Werfen des Wurfnetzes über sichtbare Schwärme in flachen Kanälen, an Docks, Mangroven oder Uferbereichen – besonders früh morgens oder abends bei ruhigem Wasser
  • Tipp: Frische Mullets gehören zu den besten Naturködern für Snook, Tarpon und große Redfish

Mullet – Der silberne Schwarmfisch Floridas

Mullets angeln
Mullets fängt man am besten mit dem Netz.

Wenn ihr abends am Kanal von beispielsweise Cape Coral sitzt, dann platscht es hier und dort und gerne mehrmals hintereinander. Wenn ihr das hört, sind es mit ziemlicher Sicherheit Muletts. Warum sie so viel springen, ist wissenschaftlich nicht vollständig geklärt. Es gibt aber mehrere plausible Erklärungen:

  • Viele Biologen gehen davon aus, dass Mullets durch das Springen Schlamm, Parasiten oder Sauerstoffmangel in den Kiemen reduzieren wollen.
  • Da Mullets fast immer in Schulen unterwegs sind, könnte das Springen auch der Orientierung oder Kommunikation innerhalb des Schwarms dienen.
  • Werden die Schwärme von Snook, Tarpon, Jack Crevalle oder Delfinen gejagt, springen Mullets oft panisch gleichzeitig aus dem Wasser.
  • Besonders in warmem, sauerstoffarmem Wasser, wie es typisch für Florida im Sommer ist, tritt das Verhalten häufiger auf.

Auffällig ist, dass Mullets vor allem in den Abendstunden und früh morgens besonders aktiv springen. Genau dann sieht man oft ganze Schwärme gleichzeitig durch die Luft schießen – ein typischer Anblick in Floridas Kanälen und Mangrovengebieten.

Der in Florida häufigste Vertreter ist der Striped Mullet (Mugil cephalus), auch Grey Mullet genannt. Trotz seines eher unscheinbaren Aussehens ist er einer der wichtigsten Köder- und Beutefische im Sunshine State. Gleichzeitig gilt er in vielen Regionen der Welt auch als Speisefisch und wird in Florida gerne als geräucherter Fisch in den Wasserfront Restaurants angeboten.

Die Fische ziehen meist in größeren Schwärmen umher und springen oft spektakulär aus dem Wasser. Gerade morgens und abends sind große Mullet-Schulen leicht zu beobachten. Mullets ernähren sich hauptsächlich von Algen, organischem Material und Kleinstlebewesen am Gewässergrund. Anders als Snook oder Tarpon sind sie also keine klassischen Raubfische. Mit ihrem kleinen Maul filtern sie Nahrung aus Schlamm, Sand und Pflanzenresten.

Typisch ist ihr Schwarmverhalten. Oft bewegen sich hunderte Tiere gleichzeitig durch flache Gewässer – ein wichtiger Grund, warum Raubfische ihnen regelmäßig folgen. Wo viele Mullets sind, sind häufig auch Snook, Redfish oder Tarpons nicht weit entfernt.

Mullet Run – Das große Herbstspektakel

Besonders bekannt ist in Florida der sogenannte Mullet-Run. Dabei ziehen im Herbst riesige Mullet-Schwärme entlang der Küsten nach Süden. Dieses Naturschauspiel lockt unzählige Raubfische an und gilt als eine der besten Angelzeiten des Jahres.

Vor allem an Stränden, Inlets und Brücken kommt es dann oft zu spektakulären Jagdszenen mit springenden Tarpons, Snooks oder Jack Crevalles mitten in den Mullet-Schwärmen.

So schaut ein Mullet aus

Mullets besitzen einen langgestreckten, torpedoförmigen Körper mit kräftigem Schwanzansatz. Die Färbung reicht von silbergrau bis olivfarben, während die Bauchseite meist deutlich heller erscheint. Charakteristisch sind die dunklen, waagerechten Linien entlang der Flanken. Daher kommt auch der Name „Striped Mullet“.

Der Kopf wirkt stumpf und rundlich, das kleine Maul sitzt relativ tief und ist an die Nahrungssuche am Grund angepasst. Anders als typische Raubfische besitzen Mullets keine großen Fangzähne. Die Augen sind auffällig groß und oft leicht gelblich gefärbt.

Die Rückenflossen stehen weit auseinander: vorne eine kleine hartstrahlige Rückenflosse, dahinter eine zweite weichstrahlige Flosse. Die Schwanzflosse ist kräftig gegabelt und ermöglicht schnelle Fluchten in großen Schwärmen. Besonders bei Sonneneinstrahlung glänzen die Schuppen.

Wie fängt man einen Mullet?

Mullets werden in Florida meist mit einem Wurfnetz, dem sogenannten Cast Net, gefangen. Besonders in Kanälen, Marinas oder an flachen Küstenabschnitten lassen sich die Schwärme oft direkt an der Oberfläche erkennen. Gute Zeiten sind die frühen Morgenstunden oder der Abend, wenn die Fische nahe am Ufer entlangziehen.

Alternativ können kleinere Mullets auch mit leichten Posen- oder Grundmontagen gefangen werden. Als Köder eignen sich Brotstücke, Teig oder kleine Naturköder. Da Mullets keine aggressiven Räuber sind, braucht es etwas Geduld und eine eher feine Präsentation.

Viele Angler verwenden frische Mullets anschließend direkt als Köderfisch – entweder lebend oder als Filetstück. Besonders große Snooks, Tarpons oder Haie reagieren oft sehr gut auf Mullets.

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